Nachhaltige Wohnfonds werden Umweltpartner von Hamburg, der Green Capital of Europe 2011

Die norddeutsche Grundbesitz 24 Emissionshaus GmbH wurde im Dezember 2010 in die Umweltpartnerschaft der Hansestadt Hamburg aufgenommen. Durch die Ernennung zum Umwelt-Partner würdigte der Senat der Hansestadt das Engagement von Grundbesitz 24 in den Bereichen Energieeinsparung, Einsatz erneuerbarer Energien, Abfallvermeidung und Betriebsführung.

Die Immobilien– und Fonds-Experten der Grundbesitz 24 bieten  Nachhaltige Wohnimmobilien Renditefonds für umweltbewußte Anleger an. Die Fonds erwerben bestehende Wohnanlagen und Mehrfamilienhäuser und führen energetische Modernisierungen durch. Die Fonds verfügen über langfristig gewachsene Einkaufskontakte im Hamburger Immobilienmarkt.  Der erste Fonds plant für Anleger eine Rendite von 7,1% p.a. vor Steuern bzw. 6,9% p.a. nach Steuern.

In einem Interview mit ecoreporter, dem Magazin für ethische und nachhaltige Geldanlagen, das am 11.11.2010 veröffentlicht wurde, erläutert der Initiator und Geschäftsführer Christoph Marloh von Grundbesitz 24 das Konzept der Fonds:

Link: Interviews von Christoph Marloh mit Ecoreporter [Oktober/November 2010]

Verfaßt von: Christoph Marloh

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Eingeordnet unter Green Building, Modernisierungen

GdW bremst Ministerium und DGNB bei Nachhaltigkeitszertifikat für Wohnungsbau

Artikel in der FAZ vom 25.1.2011.

Die für die diesjährige Baumesse in München geplante Übergabe von Nachhaltigkeitszertifikaten an die fünf Pilotprojekte der vom Bauministerium in 2009 gegründeten Arbeitsgruppe „Nachhaltiger Wohnungsbau“ wurde offenbar auf Druck des Bundesverbandes der Wohnungsunternehmen (GdW) abgesagt. Statt dessen wurden den teilnehmenden Projekten lediglich Teilnahmebestätigungen überreicht. Grund für die Vollbremsung sind offenbar die in Teilen der Wohnungswirtschaft gefürchteten Zertifizierungskosten und die oft genannte „Stigmatisierung“ einzelner Bestände auch bei einer freiwilligen Zertifizierung.

„Auch freiwillige Systeme entwickeln normative Wirkungen“, warnte GdW-Präsident Freitag in seinem Brief an das Bauminmisterium vom 11.1.2011.

Der verantwortliche Staatssekretär Bomba zeigte sich jedoch zuversichtlich und sagte:

„Das Prüfsiegel wird kommen“.

An der Konkurrenzsituation von GdW und Bauministerium einerseits und der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) andererseits, scheint sich bisher nichts geändert zu haben. Die international beachtete DGNB hatte in 2010 ein Zertifikat für Wohnungsneubauten veröffentlicht und eine Reihe von Vorzertifikaten erteilt. In 2011 soll ein Zertifikat für Bestandswohnungsbauten veröffentlicht werden. Laut FAZ berichtete DGNB-Geschäftsführerin Christine Lemaitre davon, dass sie bei einer Sitzung der Arbeitsgruppe im Februar vergangenen Jahres nach einer Dreiviertelstunde zum Verlassen des Raumes aufgefordert worden war. Dabei sei auch auf die Konkurrenzsituation abgestellt worden: Die DGNB könnte möglicherweise die Erkenntnisse in ihr eigenes System einspeisen.

„Die verbandspolitische Pattsituation spiegelt nicht die Grundhaltung der Bevölkerung beim Thema Nachhaltigkeit im Wohnungsbau wieder“, sagt Christoph Marloh, Geschäftsführer bei Grundbesitz 24.

So verzeichnet bei umweltbewußten Anlegern der von Hamburger Immobilien– und Fonds-Experten gestartete Nachhaltige Wohnimmobilien Renditefonds wachsendes Interesse. Der Fonds erwirbt Bestandwohnungsbauten und führt energetische Modernisierungen durch. Der Fonds verfügt über langjährige gute Einkaufskontakte und prognostiziert für Anleger eine Rendite von 7,1% p.a. vor Steuern und 6,9% p.a. nach Steuern.

Der Initiator und Geschäftsführer Christoph Marloh von Grundbesitz 24 erläutert das Konzept des Fonds in einem Beitrag von ecoreporter.de vom 11.11.2010.

Autor FAZ: Steffen Uttich, München
Link:  Ministeriumssiegel läuft ins Leere [25.1.2011, mobil]

Verfaßt von: Christoph Marloh

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GESOBAU gewinnt Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2010 für Sanierung des Märkischen Viertels

Pressemeldung: GESOBAU gewinnt Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2010 der Gesobau AG, Berlin, vom 29.11.2010

Die GESOBAU AG wurde für ihre soziale und ökologische Quartiersentwicklung im Märkischen Viertel in Berlin prämiert. Dort werden 13.000 Wohnungen umfassend modernisiert mit dem Ziel, das Märkische Viertel zur größten Niedrigenergiesiedlung Deutschlands umzubauen.

Durch die 2008 begonnene energetische Modernisierung des Märkischen Viertels wird bis zum Jahr 2015 der CO2-Ausstoß in der Großwohnsiedlung von zuvor 43.000 Tonnen um mehr als zwei Drittel auf nur noch 11.000 Tonnen CO2 im Jahr verringert. Der verbleibende Energiebedarf des Viertels wird künftig durch ein Biomasse-Heizkraftwerk geliefert, so dass die Siedlung als erste Großwohnsiedlung in Deutschland eine CO2-neutrale Energiebilanz aufweisen wird.Das Berliner Wohnungsunternehmen wurde in der Kategorie „Deutschlands nachhaltigste Zukunftsstrategien (KMU)“ ausgezeichnet.

„Die sozialen Herausforderungen bilden mit den ökonomischen und ökologischen ein gleichgewichtetes Dreieck. Wenn ein Parameter in Schieflage gerät, rutschen die anderen hinterher“, sagt GESOBAU-Vorstand Jörg Franzen.

Das städtische Berliner Wohnungsunternehmen betreut Mieterinnen und Mieter in rund 37.000 eigenen Wohnungen in West und Ost. Sie ist der größte Anbieter von Wohnungen im Norden der Hauptstadt.

Autor: GESOBAU AG
Link zur Meldung:  GESOBAU gewinnt Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2010

Verfaßt von: Christoph Marloh

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FTD: Kabinett plant Abrißprämie. DENA: 230 Euro pro qm für 80% Energieeinsparung

Financial Times Artikel vom 23.9.2010, DENA Projekt „Niedrigenergiehaus im Bestand“ (2003-2010)

Die FTD berichtete am 23.9.2010, daß die Bundesregierung von einem Sanierungszwang ab 2020 Abstand nehmen wolle. Das Ziel, die CO2-Emissionen bis 2050 um 80% zu reduzieren, solle unter anderem über eine Abrißprämie realisiert werden.

Financial Times vom 23.9.2010 zum Energiekonzept

Financial Times vom 23.9.2010 zum Energiekonzept

Die von einigen Immobilienverbänden genannten zusätzlichen Belastungen von angeblich bis zu EUR 1.100 pro qm sind wenig zielführend.

Die Auswertung des in 2003 begonnenen DENA-Projektes „Niedrigenergiehaus im Bestand“ zeigt auf der Basis von 330 durchgeführten Modernisierungen, daß Einsparungen von 80% mit einem durchschnittlichen Aufwand von EUR 230 pro qm erzielt werden können.

DENA-Projekt Niedrigenergiehaus im Bestand

DENA-Projekt Niedrigenergiehaus im Bestand

Auf dieser Basis führen Bestandshalter seit Jahren realistische Modernisierungsstrategien durch. Zu den ersten institutionellen Investoren, die sich ohne Zwang zu einer ökonomisch orientierten Vorwärtsstrategie entschieden haben, gehört der Nachhaltige Wohnimmobilien Renditefonds Nord aus Seevetal bei Hamburg.

Autoren: Stefan Tillmann, Nikolai Fichtner und Nikolaus von Raggamby (FTD), DENA

Links:
Financial Times vom 23.9.2010
DENA – Niedrigenergiehaus im Bestand [web]

Verfaßt von: Christoph Marloh

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Bundesbank: Expansion bei energetischen Modernisierungen

Bundesbank Monatsbericht vom Juni 2010, 21.6.2010

In ihrem Monatsbericht vom Juni 2010 führt die Deutsche Bundesbank aus:

„Die Baumaßnahmen im Bestand dürften in der Tendenz weiter expandieren. Dafür spricht die verbreitete Bereitschaft, angesichts der Erwartung dauerhaft höherer Energiepreise die Wärmedämmung von Immobilien zu steigern sowie Heizung und Warmwasserversorgung zu modernisieren, zumal dies ber zinsgünstige Darlehen und Investitionszuschsse der KfW Bankengruppe gefördert wird“.

Bundesbank Monatsbericht Juni 2010

Der haushaltsbedingte Rückzug der KfW aus dem Modernisierungsmarkt führt allerdings dazu, daß Modernisierungsumlagen und bundeslandspezifische Programme die wesentlichen Refinanzierungsquellen für Eigentümer geworden sind.

Autor: Bundesbank
Link zum Download: Bundesbank Monatsbericht Juni 2010 [21.6.2010]

Verfaßt von: Christoph Marloh

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Lloyd’s: Unsichere Energieversorgung

Studie von Lloyd’s und Chatham House “Sustainable Energy Security – Strategic risks and opportunities for business” zur Sicherheit der Energieversorgung, London, Juni 2010

Die Industriestaaten befindet sich jenseits von Preisschwankungen an den Öl- und Erdgasmärkten in einem fundamentalen Strukturwandel im Bereich der Energieversorgung. Das geht aus einer Studie von Lloyd’s of London und Chatham House vom Juni 2010 hervor. In der Studie “Sustainable Energy Security – Strategic risks and opportunities for business” fassen die Autoren von Lloyd’s of London und Chatham House die Herausforderungen des Strukturwandels im Energiebereich in neun Kernaussagen zusammen.

  1. Unternehmen, die sich auf die neuen Realitäten der Energieversorgung einstellen, werden florieren. Versäumnisse hingegen könnten katastrophale Folgen haben.
  2. Auf Grund von Markt- und Umweltfaktoren können sich Unternehmen nicht mehr auf preiswerte traditionelle Energiequellen verlassen.
  3. China und die wachsenden asiatischen Volkswirtschaften werden die globale Energiesicherheit zunehmend bestimmen.
  4. Wir bewegen uns auf eine globale Ölversorgungskrise und einen Preisausbruch zu.
  5. Die weltweite Energie-Infrastruktur wird anfälliger auf Grund von Klimaänderungen und schwieriger Explorationsbedingungen.
  6. Ein Mangel an globaler Regulierung in Klimafragen führt zu unsicheren Rahmenbedingungen für Investitionen.
  7. Unternehmen müssen den Verbrauch fossiler Energieträger reduzieren.
  8. Unternehmen müssen sich auf Risiken für Logistik-Ketten und Just-in-time-Modelle einstellen.
  9. Investitionen in erneuerbare Energien und „intelligente“ Infrastruktur boomen und bieten große Chancen.

Dr. Richard Ward, Chief Executive Officer, Lloyd’s of London, führt dazu aus:

„Wir sind in eine Phase tiefgreifender Unsicherheit eingetreten, was die Beschaffung von Energie für Strom, Wärme und Mobilität angeht und was wir dafür bezahlen werden“.

Studie von Lloyds und Chatham zur Sicherheit der Energieversorgung (Juni 2010)

Autor: Lloyd’s of London, Chatham House.
Link zum Download: Sustainable Energy Security: Strategic Risks and Opportunities for Business [Juni 2010]

Verfaßt von: Christoph Marloh

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Nachhaltige Gebäude – Von der Nische zum Standard

Themenübersicht von Deutsche Bank Research vom 11.5.2010

In ihrer Themenübersicht vom 11.5.2010 nennt Deutsche Bank Research die wichtigsten Gründe für eine Beschäftigung mit nachhaltigen Wohnimmobilien.

  1. Die durch den Gebäudesektor entstehenden Belastungen für die Umwelt seien erheblich. So sei der Sektor verantwortlich für 42% des Endenergieverbrauchs in der EU sowie für 35% der gesamten Emissionen von Treibhausgasen. Das größte Einsparpotential liege dabei nicht im Gewerbe-, sondern im Wohnimmobilienbereich, dessen Anteil am Energieverbrauch 26% betragen würde.
  2. Technologien für nachhaltige Gebäude seien ressourcenschonend. Besondere Relevanz käme dabei der Reduzierung des Energiebedarfs für das Heizen, Klimatisieren und die Beleuchtung zu. Im Vergleich zu konventionellen Gebäuden beliefen sich die Einsparungen von „Green Buildings― im Schnitt auf 30%. Zudem sänken der Wasserverbrauch sowie die Instandhaltungskosten.
  3. Für die Verbreitung nachhaltigen Bauens sprächen viele Faktoren. So zwänge die steigende Mieternachfrage aufgrund geringerer Betriebskosten die Anbieter von Immobilien zur Anwendung Energie sparender Bautechnologien. Die höheren Investitionskosten würden sich durch bessere Vermietbarkeit über den Lebenszyklus rentieren. Auch würden Bauvorschriften zunehmend verschärft. Nachdem die nationalen Regierungen und die EU die Vorteile nachhaltigen Bauens erkannt hätten, wären mit der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD 2002 /EU Energy Performance of Buildings Directive) höhere Effizienzstandards für Neubauten und Sanierungsobjekte eingeführt worden. Die Nachfolge-Richtlinie dürfe künftig „Nahe-Nullenergie“-Neubauten vorschreiben.

Autor: Andrew J. Nelson
Link zum Download: Deutsche Bank Research – Nachhaltige Gebäude [11.5.2010]

Veröffentlicht von: Christoph Marloh

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