Archiv des Autors: Christoph Marloh

Bundesbank: Expansion bei energetischen Modernisierungen

Bundesbank Monatsbericht vom Juni 2010, 21.6.2010

In ihrem Monatsbericht vom Juni 2010 führt die Deutsche Bundesbank aus:

„Die Baumaßnahmen im Bestand dürften in der Tendenz weiter expandieren. Dafür spricht die verbreitete Bereitschaft, angesichts der Erwartung dauerhaft höherer Energiepreise die Wärmedämmung von Immobilien zu steigern sowie Heizung und Warmwasserversorgung zu modernisieren, zumal dies ber zinsgünstige Darlehen und Investitionszuschsse der KfW Bankengruppe gefördert wird“.

Bundesbank Monatsbericht Juni 2010

Der haushaltsbedingte Rückzug der KfW aus dem Modernisierungsmarkt führt allerdings dazu, daß Modernisierungsumlagen und bundeslandspezifische Programme die wesentlichen Refinanzierungsquellen für Eigentümer geworden sind.

Autor: Bundesbank
Link zum Download: Bundesbank Monatsbericht Juni 2010 [21.6.2010]

Verfaßt von: Christoph Marloh

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Eingeordnet unter Bestand, Markt, Modernisierungen

Lloyd’s: Unsichere Energieversorgung

Studie von Lloyd’s und Chatham House “Sustainable Energy Security – Strategic risks and opportunities for business” zur Sicherheit der Energieversorgung, London, Juni 2010

Die Industriestaaten befindet sich jenseits von Preisschwankungen an den Öl- und Erdgasmärkten in einem fundamentalen Strukturwandel im Bereich der Energieversorgung. Das geht aus einer Studie von Lloyd’s of London und Chatham House vom Juni 2010 hervor. In der Studie “Sustainable Energy Security – Strategic risks and opportunities for business” fassen die Autoren von Lloyd’s of London und Chatham House die Herausforderungen des Strukturwandels im Energiebereich in neun Kernaussagen zusammen.

  1. Unternehmen, die sich auf die neuen Realitäten der Energieversorgung einstellen, werden florieren. Versäumnisse hingegen könnten katastrophale Folgen haben.
  2. Auf Grund von Markt- und Umweltfaktoren können sich Unternehmen nicht mehr auf preiswerte traditionelle Energiequellen verlassen.
  3. China und die wachsenden asiatischen Volkswirtschaften werden die globale Energiesicherheit zunehmend bestimmen.
  4. Wir bewegen uns auf eine globale Ölversorgungskrise und einen Preisausbruch zu.
  5. Die weltweite Energie-Infrastruktur wird anfälliger auf Grund von Klimaänderungen und schwieriger Explorationsbedingungen.
  6. Ein Mangel an globaler Regulierung in Klimafragen führt zu unsicheren Rahmenbedingungen für Investitionen.
  7. Unternehmen müssen den Verbrauch fossiler Energieträger reduzieren.
  8. Unternehmen müssen sich auf Risiken für Logistik-Ketten und Just-in-time-Modelle einstellen.
  9. Investitionen in erneuerbare Energien und „intelligente“ Infrastruktur boomen und bieten große Chancen.

Dr. Richard Ward, Chief Executive Officer, Lloyd’s of London, führt dazu aus:

„Wir sind in eine Phase tiefgreifender Unsicherheit eingetreten, was die Beschaffung von Energie für Strom, Wärme und Mobilität angeht und was wir dafür bezahlen werden“.

Studie von Lloyds und Chatham zur Sicherheit der Energieversorgung (Juni 2010)

Autor: Lloyd’s of London, Chatham House.
Link zum Download: Sustainable Energy Security: Strategic Risks and Opportunities for Business [Juni 2010]

Verfaßt von: Christoph Marloh

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Eingeordnet unter Energiesicherheit, Studien

Nachhaltige Gebäude – Von der Nische zum Standard

Themenübersicht von Deutsche Bank Research vom 11.5.2010

In ihrer Themenübersicht vom 11.5.2010 nennt Deutsche Bank Research die wichtigsten Gründe für eine Beschäftigung mit nachhaltigen Wohnimmobilien.

  1. Die durch den Gebäudesektor entstehenden Belastungen für die Umwelt seien erheblich. So sei der Sektor verantwortlich für 42% des Endenergieverbrauchs in der EU sowie für 35% der gesamten Emissionen von Treibhausgasen. Das größte Einsparpotential liege dabei nicht im Gewerbe-, sondern im Wohnimmobilienbereich, dessen Anteil am Energieverbrauch 26% betragen würde.
  2. Technologien für nachhaltige Gebäude seien ressourcenschonend. Besondere Relevanz käme dabei der Reduzierung des Energiebedarfs für das Heizen, Klimatisieren und die Beleuchtung zu. Im Vergleich zu konventionellen Gebäuden beliefen sich die Einsparungen von „Green Buildings― im Schnitt auf 30%. Zudem sänken der Wasserverbrauch sowie die Instandhaltungskosten.
  3. Für die Verbreitung nachhaltigen Bauens sprächen viele Faktoren. So zwänge die steigende Mieternachfrage aufgrund geringerer Betriebskosten die Anbieter von Immobilien zur Anwendung Energie sparender Bautechnologien. Die höheren Investitionskosten würden sich durch bessere Vermietbarkeit über den Lebenszyklus rentieren. Auch würden Bauvorschriften zunehmend verschärft. Nachdem die nationalen Regierungen und die EU die Vorteile nachhaltigen Bauens erkannt hätten, wären mit der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD 2002 /EU Energy Performance of Buildings Directive) höhere Effizienzstandards für Neubauten und Sanierungsobjekte eingeführt worden. Die Nachfolge-Richtlinie dürfe künftig „Nahe-Nullenergie“-Neubauten vorschreiben.

Autor: Andrew J. Nelson
Link zum Download: Deutsche Bank Research – Nachhaltige Gebäude [11.5.2010]

Veröffentlicht von: Christoph Marloh

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Eingeordnet unter Green Building, Markt, Neubau, Studien